Am Sonntag, 02.07.2023 konnten die Geschwister der Gemeinde Nattheim zusammen mit einigen Gästen erneut ein Fest feiern. Eltern trugen Ihren Sohn vor den Altar, um das Sakrament der Heiligen Wassertaufe zu empfangen. Zudem wurde der im Jenseits befindlichen Seelen besonders gedacht.
Bodo Scherwat, Vorsteher der Gemeinde Nattheim, führte mit dem Bibelwort aus Nahum 1,7 durch den Gottesdienst: „Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt die, die auf ihn trauen.“
Der Vorsteher führte in der Predigt aus, dass Gott immer da sei, auch in der Not, Schutz und Schild, ja Helfer sei, denn er liebe die Menschen. Jesus brachte für sie sein Opfer, um die Menschen zu erretten, um ihnen die Möglichkeit zu geben wieder in den vollkommenen Zustand des Anbeginns zu kommen. Wir sollen Jesus trauen, vertrauen, zuversichtlich nachfolgen, seine Heilsangebot wahrnehmen – er würde begleiten, führen und immer nahe sein. Jesus würde nicht allein das Ergebnis bewerten, vielmehr bewerte er das ernste Bemühen in der Nachfolge. Der Heilige Geist als Helfer für die Menschen gebe zum Vollenden noch seine Gnade dazu. Diese Gnade gebe Gott nicht nur uns Menschen, sondern auch den Seelen, die sich bereits in den jenseitigen Bereichen befinden. So bediene Jesus auch diese Bereiche – es sei sein Anliegen, auch dort Seelenzustände zum Besseren zu verändern. Den Seelen der Verstorbenen helfe unsere Fürbitte, Liebe und Fürsorge.
Priester Dambacher legte in seinem Predigtbeitrag den Schwerpunkt auf die Güte Jesu. Der Sohn Gottes würde nicht aufhören uns immer wieder aufs Neue Chancen und Möglichkeiten zu geben, wenn wir wieder gesündigt hätten, um an unserem Seelenheil zu arbeiten und vollkommener zu werden. Aus der Güte schaffe er das Gute.
Nach dem vom Chor unisono mit Orgelbegleitung vorgetragenen Lied: „Weil ich Jesu Schäflein bin“ wurde das Sakrament der Heiligen Wassertaufe an dem kleinen Täufling durchgeführt und er in die Kirche Christi eingefügt. Den Eltern wurde die Verantwortung zur christlichen Erziehung des Täuflings, wie sie in der Neuapostolischen Kirche verkündigt wird, übertragen. So ist die Heilige Wassertaufe die erste und grundlegende sakramentale Gnadenmitteilung Gottes an den Menschen.
Nach dem Abendmahl gedachte die versammelte Gemeinde im Besonderen fürbittend der Verstorbenen. Dabei verband sie sich im Gebet mit dem Gnadenaltar, welcher an diesem Tag für die Seelen aus der jenseitigen Welt zur Spendung der drei Heiligen Sakramente durch einen lebenden Apostel heilswirksam war. Ein Flötenduo mit Orgelbegleitung umrahmte diesen besonderen Teil des Gottesdienstes und erzeugte eine emotional wohltuende Atmosphäre.
swa