Zu diesem besonderen Gottesdienst am 02. Mai 2024 waren die Gemeinden des unteren Brenztals, Langenau, Niederstotzingen, Sontheim, Giengen und Herbrechtingen, sowie alle Bezirksvorsteher und ihre Vertreter aus dem Apostelbereich Ulm eingeladen. Der Bezirksapostel wurde von Apostel Hans-Jürgen Bauer und den Bischöfen Jürgen Gründemann und Volker Keck begleitet.
Der Bezirksapostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort Johannes 20, aus Vers 21 zugrunde:
„Da sprach Jesus abermals zu Ihnen: Friede sei mit euch!“
Zu Beginn des Gottesdienstes ging Bezirksapostel Ehrich in seiner Predigt auf das zuvor vom gemischten Chor gesungene Lied: „Blicke nur auf Jesus“ ein. Auf Jesus zu blicken sei sehr wichtig, wobei wir als Menschen in unserem Leben natürlich nicht 24 Stunden am Tag nur auf Ihn sehen könnten. Daher seien die Gottesdienste eine schöne Möglichkeit sich Zeit zu nehmen, um sich an Jesus Christus zu orientieren, auf ihn zu blicken und das wirklich Wichtige und Wesentliche in den Mittelpunkt zu rücken. Was sei das Leben eines Menschen? Es sei im Irdischen begrenzt, was aber bleibe sei unsere geistliche Existenz - die Seele - die einmal für ewig in der unmittelbaren Gemeinschaft mit Gott leben soll. Das könne nur gelingen, wenn wir immer wieder auf Jesus blicken, uns an ihm orientieren und ihm nachfolgen.
Bezugnehmend auf das Bibelwort führte der Bezirksapostel aus, dass nach den Abschiedsreden Jesu und dem Karfreitagsgeschehen seine Jünger voller Verunsicherung und Angst waren. Daher legte Jesus ihnen nach der Auferstehung seinen Frieden mit großer Wirkung in Ihre Herzen. Dieser Friede sei nicht nur ein Friedenswunsch, sondern eine Gabe des Himmels, ein Heilsgut. Diesen Frieden schenke uns Jesus Christus auch heute.
Apostel Paulus stellt im Brief an die Philipper den Frieden Gottes und die Vernunft des Menschen in Bezug zueinander. Dabei werde deutlich, so wichtig die Vernunft für das menschliche Leben auch ist, sei doch der göttliche Friede eine noch viel höhere Gabe. Mit dem Frieden des Herrn ausgerüstet, wisse man sich in jeder Lebenssituation von Gott begleitet.
Aus all dem entstehe die Frage: „Geht eigentlich Frieden von mir aus?“ – so Ehrich. Das sei der Gradmesser, wie weit man den Frieden Gottes an- und aufgenommen habe. Wir wollen den Frieden, der gemäß Bibel ja auch eine Frucht des Heiligen Geistes ist, suchen und in uns wirken lassen. Das gelte auch dann, wenn der Nächste den von uns angebotenen Frieden nicht annimmt. Wir wollen ernsthaft den Frieden suchen, ihn im Herzen tragen und weitergeben!
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls wurde ein Baby auf den Armen der Eltern versiegelt. Der kleine Junge empfing während dieser sakramentalen Handlung der „Heiligen Versiegelung“ die Gabe des Heiligen Geistes durch Handauflegung und Gebet des Bezirksapostels.
Der Gottesdienst wurde neben der Orgel von einem Chor, in dem Sänger aus allen Gemeinden mitwirkten, und einem Instrumentalensemble, umrahmt.
Nachdem sich die Gottesdienstteilnehmer von Bezirksapostel Ehrich und seinen Begleitern verabschiedet hatten, gab es Gespräche an allen Ecken und man konnte die Freude spüren, die dieser besondere Gottesdienst bei den Besuchern bewirkt hatte.
JR/swa