Aus mehreren Gemeinden hatten sich am Sonntag, 30.06.24, die Geschwister aufgemacht, um den Gottesdienst mit Bischof Jürgen Gründemann in der neuapostolischen Kirche in Heidenheim zu erleben. Empfangen und musikalisch eingestimmt wurden sie von einem Ensemble aus Streichern und Querflöten, zeitweise begleitet vom Klavier, sowie Beiträgen von Orgel und gemischtem Chor.
Seiner Predigt legte der Bischof das Bibelwort aus Matthäus 25, 21 zugrunde aus dem Gleichnis von den anvertrauten Zentnern. So wie der darin beschriebene Herr bei seinem Weggang außer Landes seinen Knechten unterschiedlich große Anteile seines Vermögens anvertraute, einem jedem „nach seiner Tüchtigkeit“, so habe Jesus auch uns Menschen heute unterschiedliche Gaben und Talente anvertraut, und dabei genau darauf geachtet, niemanden damit zu überfordern. Als Ausgangsbasis jedoch haben seine Kinder alle den gleichen heiligen Geist empfangen, die gleiche darin enthaltene Liebe Gottes.
Es komme auch heute darauf an, was wir mit unseren „Gaben“ machen: Ist die Liebe gewachsen? Sind wir auch bereit, ohne zunächst erkennbare Gegenleistung etwas Gutes zu tun, vielleicht auch an völlig Fremden? Und das nicht zum Eigennutz, sondern aus Liebe und Dankbarkeit heraus über das, was uns selbst zuteilgeworden ist?
Er erinnerte und appellierte daran, dass bei der Taufe und Konfirmation das Versprechen „zu dienen“ abgegeben wurde gegenüber Gott. „Steh dazu!“, so die Aufforderung von Bischof Gründemann, „und vertraue darauf, dass der Heilige Geist dir dabei hilft!“.
Vorbereitend auf den kommenden Gottesdienst im besonderen Gedenken an die Verstorbenen, den der Bischof als „Freudentag“ bezeichnete, rief er dazu auf, für die Seelen der Entschlafenen zu beten, dass sie Jesus in seiner Liebe erkennen und den Wunsch nach Veränderung entwickeln mögen. Auch hier könne der Heilige Geist durch Gebet etwas schaffen, das vorher nicht vorhanden war, z.B. den Wunsch nach Gnade und Erlösung.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden der Vorsteher von Steinheim und der Bezirksvorsteher an den Altar gerufen.
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