Am Sonntag, 10.05. füllte sich der Kirchensaal in Nattheim schneller und früher und mit mehr Besuchern und Gästen als üblich. Ein besonderer Gottesdienst stand an, denn ein Paar hatte zu ihrer Hochzeit den Segen Gottes erbeten.
Gemeindevorsteher Bodo Scherwat äußerte zunächst seine große Freude über dieses besondere Fest. Er begann seine Predigt mit Gedanken, die das zum Eingang vorgetragene Lied der Chorsänger und das zuvor verlesene Textwort aus Philipper 3, 13-14 unterstrichen: „Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus“.
Scherwat führte in seiner Predigt aus, dass wir viele Probleme selbst lösen können. Manche jedoch nicht. Gott habe für alles eine Lösung. Oftmals hefe er jedoch nicht sofort, denn er habe jedem Menschen einen freien Willen, Glauben und Intelligenz gegeben. Diese Fähigkeiten gelte es zunächst in göttlichem Sinn einzusetzen. Um das Glaubensziel erreichen zu können, begleite uns Gott wie ein Coach und nehme Anteil an unserem Leben. Er fühle mit uns, sei gnädig und nehme immer wieder aufs Neue Ballast ab. So sei es auch nötig, den Rat in der Predigt anzunehmen, einmal auf das eigene Recht zu verzichten, nicht nachzutragen, die richtigen Dinge zu tun und das zu lassen, was nicht zielführend ist. Dies fordere manchmal viel Kraft, Ausdauer und Treue.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden ein Priester und ein Diakon der Gemeinde aufgerufen. Kerninhalte davon waren: „Gott will, willst Du auch?“ und „Nimm Jesus in Dein Lebensschiff im Glauben und Vertrauen…“.
Im Anschluss an die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahles wandte sich der Gemeindevorsteher direkt dem Hochzeitspaar zur Spendung göttlichen Segens zum Ehestand zu. In seiner Ansprache verarbeitete er das speziell für das Paar erbetene Wort aus Offenbarung 21,5: „Und der auf dem Thron saß sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!“
Der von Gästen unterstütze Chor, Orgelspiel und ein Flötentrio gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit.
Danach waren alle Anwesenden eingeladen, noch ein wenig bei einem Glas Sekt und herzhaften Kleinigkeiten zu verweilen und dem Brautpaar die besten Wünsche auszusprechen.
swa