Am Sonntag, 07. Januar 2024, besuchte Bischof Volker Keck die Gemeinde Geislingen und feierte dort Gottesdienst zusammen mit weiteren eingeladenen Gemeinden.
Zu Beginn des Gottesdienstes übermittelte unser neuer Bischof der großen Festgemeinde die Neujahrs- und Segenswünsche, auch im Namen des Apostels.
Als Grundlage der Predigt diente ein Bibelwort aus 1. Thessalonicher 5, 17: „Betet ohne Unterlass.“
Bischof Keck ging zunächst auf das Chorlied „Gott ist die Liebe“ ein. Die Liebe Gottes begleite uns auch im neuen Zeitabschnitt und lädt uns immer wieder in die Gottesdienste ein. Gottes Liebe mache keine Unterschiede, Unterschiede machen nur Menschen. „Gott liebt alle Menschen, lasst uns in dieser Liebe offenbar sein und werden“, so der Bischof.
In einem neuen Zeitabschnitt nehmen sich viele Menschen neue Vorsätze vor. Auch im Glauben könne man sich geistige Vorsätze für das neue Jahr vornehmen: Jesus noch ähnlicher zu werden, die Liebe Gottes noch mehr zu erleben und zu verkörpern und dem Heiligen Geist noch mehr Raum zu geben – drei geistige Vorsätze mit Bezug auf die Dreieinigkeit Gottes.
Manche fürchten sich und sorgen sich vor einem neuen Zeitabschnitt, weil vieles unsicher sei. Wir Gläubigen hätten aber eine Gewissheit und Konstante, nämlich unseren Himmlischen Vater. Jesus sagt uns auch heute noch: „Ich bin bei Euch alle Tage“, also auch in den nächsten 365 Tagen ist er uns ganz nahe. Das möge uns Trost und Kraft geben.
Was bringt uns dieses Jahr 2024? Der Heilige Geist offenbare uns das nicht, aber der Geist Gottes offenbare uns, was wichtig für unsere geistige Ausreife sei. Der Heilige Geist werde nicht müde, uns den Willen Gottes kundzutun, das Evangelium zu verkünden und uns darauf aufmerksam zu machen, auf die Wiederkunft Jesu Christi „Maranatha – unser Herr kommt“ – es könnte heute noch sein.
Der Heilige Geist sage uns auch immer, dass wir in das Gespräch mit dem lebendigen Gott treten sollen. Das Jahresmotto des Stammapostels „Beten wirkt“ soll unser Gebetsleben beleuchten und intensivieren. Jesus war auch im Gebet unser Vorbild. Er ging in die Stille, um zu beten. Auch wir wollen diese Kraftquelle des Gebets noch mehr erleben, nicht nur für uns beten, auch für das Heil des Nächsten wollen wir beten.
Das Gebet könne auch Dankbarkeit, Anbetung, Barmherzigkeit, Einheit und Heiligung bewirken. Man müsse nicht immer für alles beten und alles in jedem Gebet aufzählen, man könne auch gezielt Schwerpunkte im Gebet setzen, das belebe das Gebetsleben und schenke neue Blickwinkel, so Bischof Keck. Und manchmal hätten wir keine Kraft mehr zu beten, dann wollen wir zu unseren Segensträgern gehen, dann beten sie für uns. Wir wollen füreinander beten: einer für alle und alle für einen. Wir wollen immer so beten, als ob Jesus unmittelbar neben uns anwesend wäre.
Der Bezirksvorsteher Jörg Maier ging in seinem Predigtbeitrag darauf ein, dass Jesu Begleitung und Zusagen auch im neuen Jahr gelten. Wenn wir Menschen nicht mehr miteinander reden in der Familie, Ehe, mit Kindern und unter Kollegen, dann wird man sich fremd. Das Gebet schaffe und bewirke noch mehr Gottvertrauen.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher Jens Neubert bekräftigte noch, dass für jeden Einzelnen täglich gebetet werde. Das Gebet sei keine Frage, ob es uns im Leben gut gehe. „Bete in jeder Lebenssituation intensiv, dann wirst Du Gott und Jesus noch besser kennen lernen“, so Jens Neubert. Beten sei Wellness für unsere Seele.
Im Anschluss gab es einen Neujahrsempfang mit Essen, Trinken und schönen Gesprächen. Bischof Keck nahm sich auch hierfür viel Zeit für jeden Einzelnen.
2023-01-08 RuM