Am Sonntag, 07.04.2024 feierten zwei junge Christinnen mit Ihren Familien, den geladenen Gästen und der ganzen versammelten Kirchengemeinde in Nattheim ihre Konfirmation.
Der Gottesdienst sowie die Segenshandlung wurden von Gemeindevorsteher Bodo Scherwat, welcher auch die Lehrkraft des Konfirmandenunterrichts der beiden Konfirmandinnen war, durchgeführt. Das Bibelwort „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6a) zog sich gleich einem roten Faden durch den Gottesdienst.
Bodo Scherwat griff zunächst den Liedtext aus dem vom Chor mit E-Piano-Begleitung vorgetragenen Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ auf. Der Stein könne noch so klein sein und doch so weite Kreise ziehen. So könne jeder von uns ein Pflasterstein auf dem Weg zu Gott sein. Scherwat erläuterte was nötig sei, um einen gepflasterten Weg zu bauen. Der Untergrund müsse bearbeitet und verdichtet, dort etwas weggenommen und wo anders etwas zugedeckt werden, damit ein guter und dauerhaft gangbarer Weg entstehen könne. Durch Jesu Liebe, sein sündloses Leben und Opfer habe Jesus Christus einen wunderbaren Weg gelegt und eine auch für uns gangbare Spur gezogen. Auch wenn der Weg einmal mühsam werde, mit Jesu Hilfe können wir weitergehen. So gelte es auch Vergebung und Nächstenliebe zu üben, damit einen Graben zuzuschütten oder eine Kluft zu überbrücken, andere Meinungen zu tolerieren und den eigenen Hochmut abzutragen und nachzufolgen. Manchmal stolpere man auf dem Weg, verletze sich, müsse ein „Kreuz“ tragen. Dann sei es wichtig aufzustehen und zu Gott aufzuschauen. Durch die Macht des Gebetes und das Wort Gottes im Gottesdienst würde man auch die große Liebe Jesu spüren – sie trage uns in jeder Lebenssituation und Jesus wolle für uns alle ewig da sein.
Priester Arndt Eberhardt führte anhand des Beispiels eines Navigationsgerätes im Auto aus, dass Gott immer bekannt sei, wo unser Standort sei. Einem Navi sei das Ziel bekannt. Von dort aus errechne es den Weg zum aktuellen Standpunkt und zeige uns dann den geeigneten Weg.
Anknüpfend an einen Gedanken aus der Predigt von Eberhardt und in Vorbereitung auf den Konfirmationssegen führte Scherwat aus, dass sich zwar die Kirche geändert habe – das Evangelium sich jedoch nicht! Auch das Gelübde, welches die Konfirmandinnen vor Gott und der versammelten Gemeinde geloben würden, habe sich nicht geändert. Er bat die jungen Christinnen sich in der Gemeinde einzubringen, sie dürften sich in der Gemeinde zu Hause fühlen, die Gemeinde würde sie tragen und ihnen helfen.
Nach dem Gottesdienst war die ganze Gemeinde zu Getränken und einer kleinen Verköstigung geladen, bevor die Konfirmandinnen zusammen mit Ihren Gästen und Familien weiterfeierten.
swa