Am Samstagabend, 14.09.24, feierte Bezirksevangelist Uli Mäck den Gottesdienst in der Kirche in Heidenheim. Seiner Predigt lag das Bibelwort aus Lukas 19,5 aus der Begegnung von Jesus mit dem Zöllner Zachäus zugrunde.
So wie Jesus damals überraschend zu Zachäus eingekehrt sei, sozusagen als „Spontanseelsorgebesuch“, so seien wir heute auch aufgefordert, durch Gebete, tätige Unterstützung und in Gesprächen uns unseren Mitmenschen bei Bedarf immer wieder aufs Neue zuzuwenden. Die Einkehr von Jesus bewirkte bei Zachäus Glauben, Hoffnung und eine radikale Veränderung seines Lebensstils und seiner Einstellung. Seelsorge könne auch heute Veränderungen bewirken und Chancen aufzeigen, und das sei nicht nur Aufgabe derjenigen, die ein geistliches Amt tragen, sondern Aufgabe aller Christen.
Eine Diakonin wies in ihrem Predigtbeitrag darauf hin, dass eine Einkehr eine Pause, Ruhe, Durchatmen und Stärkung bedeute. Danach könne der Weg wieder mit neuer Kraft fortgesetzt werden. Das lasse sich auch auf den Gottesdienstbesuch übertragen – es bedeute eine Abkehr vom Alltag. So würde auch das Frauen- und Kinderschutzhaus, welches bedrängten und bedrohten Frauen mit ihren Kindern eine Zuflucht darstellt, den Frauen eine Einkehr, Schutz, Hilfe und Sicherheit bieten und den Weg frei machen für notwendige Veränderung im Leben.
Im Anschluss an den liturgischen Teil des Gottesdienstes überreichten Uli Mäck, Jörg Fritz (Gemeindevorsteher) und die Diakonin einen symbolischen Spendenscheck über Euro 6.000,00 an Frank Rosenkranz, den Geschäftsführer der Diakonie Heidenheim. Die Zuwendung stammt aus Mitteln des Hilfwerks der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e. V. - „human aktiv“ - welches als Förderschwerpunkt in 2024 Institutionen für „Gewaltbetroffene Frauen und Kinder“ unterstützt.
Frank Rosenkranz bedankte sich herzlich für die Spende und zeigte die Verwendungsmöglichkeiten auf. Da die Kosten für das Haus, seine Ausstattung und die Mitarbeitenden rein aus Spenden finanziert werden und die Inanspruchnahme des Hilfsangebots sich über die Jahre hinweg, auch durch die gestiegene Zuwanderung, kontinuierlich erhöht habe, werde jeder Cent dringend gebraucht.
Musikalisch trugen der Gemeindechor, die Orgel und ein Bläserensemble zur Umrahmung bei.
snw/swa