„Das Wesentliche, das uns untereinander in Jesus verbindet, ist unser Glaube und unsere Hoffnung auf Jesus“, unterstrich der Mitte Juli in den Ruhestand tretende Bezirksevangelist Ulrich Mäck. Am Dreieinigkeitssonntag wurde das 1954 geweihte Kirchengebäude entwidmet und dient nun nicht mehr der Wortverkündigung.
Vor Wochen war es zur Fusion zwischen den NAK-Gemeinden Gerstetten und Steinheim gekommen mit nunmehr 110 Christen. Der bisherige Steinheimer Gemeindevorsteher Bernhard Wagner war bereits seit rund fünf Jahren auch für die Glaubensgeschwister in Gerstetten zuständig. Der Verzicht auf die Kirche in Steinheim hat zwei Gründe: Zum einen müsste ein sechsstelliger Betrag in die Sanierung des Gebäudes gesteckt werden, zum anderen sank vor allem aus Altersgründen die Zahl der Gemeindeglieder.
Eröffnet wurde der Gottesdienst mit Strophen aus dem Lied zu Himmelfahrt des Steinheimer Liederdichters Philipp Friedrich Hiller: „Jesus Christus herrscht als König“. Bezirksevangelist Ulrich Mäck spendete in seiner Predigt Trost: So ein Abschied von einem Gottesdienstort tue weh. In solchen Momenten würden viele Erinnerungen an frohe oder auch trostvolle Stunden wach. Man denke an Menschen, die mit einem unterwegs gewesen waren und heute schmerzlich vermisst würden. Natürlich sei das Gebäude für viele auch Heimat gewesen, „doch wir alle leben von der Hoffnung und auf die Zukunft hin, die Jesus Christus ist“.
Gemeindevorsteher Bernhard Wagner erwähnte das Wort aus dem Korintherbrief: „Nun aber bleiben, Glaube, Liebe und Hoffnung…“ und erinnerte an seine Vorgänger. Jeder habe besondere Geistesgaben eingebracht. So sei man dankbar für die eine oder andere Erweckung, für alle Gebete, für alles gemeinsam Erlebte und lebe auf die Zukunft und die Wiederkehr Christi hin.
Ergreifend war schließlich der Augenblick, als die Abendmahls-Patenen, die Taufschale und die Altarbibel unter den letzten Takten der Orgel aus der Kirche hinausgetragen wurden.
NAK/kdk-swa