Am Dienstag, 16. September 2025 macht sich die Seniorengruppe des Bezirks Heidenheim auf den Weg, die Harburg zu besuchen. Diese thront über der gleichnamigen Stadt Harburg und dem Fluss Wörnitz.
Von Geislingen aus startete der Omnibus, nahm bei der Heidenheimer Kirche weitere Mitreisende auf, sodass die Reisegruppe 48 Teilnehmer zählte. Auf der romantischen Straße ging die Fahrt zur von weitem sichtbaren Burganlage, mit jedem Kilometer wuchs die Vorfreude und das Interesse .
In zwei Gruppen besichtigten die Senioren die Burganlage und machten unter sachkundiger Führung eine Zeitreise zurück bis in das Jahr 1150. Der Rundgang durch die einst staufische Reichsburg begann in der Schlosskirche St. Michael. In alter Zeit war der Gottesdienst Pflicht. Auch im Winter bei 18 Grad Kälte. Kam der Gläubige dieser Pflicht nicht nach, erfolgte eine Abmahnung und Bestrafung durch den Ortsgeistlichen.
Weiter führte der Rundweg über den Wehrgang an zahlreichen Türmen und Erkern vorbei. Durch die Schießscharten eröffnet sich ein grandioser Blick in die Umgebung. In den runden Schießscharten liegt eine Holzkugel mit Loch. Durch dieses Loch konnte der Feind beobachtet und mit dem Vorderlader beschossen werden. Danach wurde die Holzkugel gedreht und somit die Schießscharte wieder verschlossen. Von daher kommt der Begriff „Holzauge sei wachsam“.
Ein weiterer Begriff lässt sich von einer Holztruhe der Burganlage herleiten. Seitlich ist in der Truhe ein kleines Fach eingebaut. Die „Hausfrau“ hat dort etwas vom Haushaltsgeld abgelegt. Daher kommt das Sprichwort: „Etwas auf die hohe Kante legen“ her.
Insgesamt gab die Besichtigung einen interessanten Einblick in vergangene Zeiten. Gegen 15:15 Uhr ging die Weiterfahrt in Richtung Heimat. Unterwegs in Ohmenheim wird kehrte die Reisegruppe im Restaurant „Zur Kanne“ zum Abendessen ein.
Gut gestärkt und freudig gestimmt brach die Reisegruppe um 18:00 Uhr auf und begab sich auf den Heimweg und damit ging ein besonderer Ausflugstag der Senioren zu Ende.