Am Sonntag, den 03. September, dem zweiten Tag des Festwochenendes, waren die Mitglieder der Albgemeinde Geislingen-Aufhausen, sowie die ehemaligen Gemeindemitglieder aus den örtlichen Gemeinden Aufhausen, Nellingen und Türkheim eingeladen. Diese bilden seit 2016 die neuapostolische Kirchengemeinde Aufhausen.
Jörg Maier, Leiter des Kirchenbezirks, begrüßte nahezu 120 Gottesdienstteilnehmer in der Nellinger Festhalle zum Jubiläums-Gottesdienst, dem das Bibelwort aus Römer 5,19 zu Grunde lag: „Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.“
Jörg Maier ging in seiner Predigt zunächst auf die Anfänge der Gemeinde ein. Eine junge Frau aus Geislingen-Altenstadt half ihrer in Aufhausen verheirateten leiblichen Schwester bei Erntearbeiten. Nebenher nutzte sie eifrig jede Gelegenheit, um von ihrem neuapostolischen Glauben zu erzählen. Dieses Erzählen brachte verlangende Seelen dazu, den 10 km langen Fußmarsch nach Geislingen auf sich zu nehmen. Bezirksvorsteher Jörg Maier meinte diese brauchten sich damals keine Gedanken zu machen, ob sie täglich auf 10 000 Schritte kämen. Aus kleinsten Anfängen wuchs eine kleine
Schar von 10 Seelen heran, diese erhielten am 22. Oktober 1923 durch Apostel Gutbrod in Geislingen-Altenstadt das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Dieser Tag gilt als Gründungsdatum der Gemeinde Aufhausen.
Ein Chor, bestehend aus Gottesdienstteilnehmern, sowie 3 Veeharfenspieler umrahmten feierlich den Gottesdienst.
Mit einem gemeinsamen Mittagessen wurde dann der Nachmittag eingeläutet.
Es ergaben sich schöne und beglückende Begegnungen und eine Spielecke – nicht nur für Kinder - wurde durch Anne Bührle und ihre Helferinnen eingerichtet. Die Bildergalerie über Aktivitäten von damals bis heute fand regen Zuspruch und führte zu nettem Gedankenaustausch.
Der Hauptpreis des von Quizmaster Antonio Martinez durchgeführten, spannenden Quiz über die Jubiläumsgemeinde, war ein 30-minütiger Flug über das Gemeindegebiet von Aufhausen.
Mit dem gemeinsam gesungenen irischen Segenslied: „Möge die Straße uns zusammenführen…“ endete das Nachmittagsprogramm.
Nach Kaffee und Kuchen kam es zu herzlichen und bewegten Abschieden – im Wissen, wir sehen uns nicht zum letzten Mal.
Mit dem Lied (GB 333) „Alles meinem Gott zu Ehren in der Arbeit, in der Ruh…“ drücken wir unsere tiefe Dankbarkeit für zwei harmonische und freudige Festtage aus.