Eine Hochzeit am Sonntag zu feiern ist heutzutage sehr selten geworden. Dass dieses schöne Fest dann auch noch auf den Palmsonntag fiel, machte den Gottesdienst für die Gläubigen und die teilnehmenden Gäste am Sonntag, 24.03.2024, in Heidenheim zu etwas ganz Besonderem.
Vorträge von Klavier und Querflöte sowie Orgel und Chor stimmten musikalisch ein und bildeten auch während des Gottesdienstes einen stimmungsvollen Rahmen.
Gemeindevorsteher Jörg Fritz ging in seiner Predigt auf der Grundlage des Bibelwortes aus Lukas 19, 38-40 anlässlich des Einzugs von Jesus in Jerusalem zunächst auf die sehr unterschiedlichen Erwartungen der Menschen ein. So wurde er als Retter, Heiler, Friedensbringer, König und Aufrührer erwartet. Doch der Auftrag und die Intention von Jesus war eine andere, und so wurden die Erwartungen enttäuscht, was schließlich an Karfreitag in der Kreuzigung gipfelte.
Jörg Fritz stellte die Frage: Was erwartest Du heute von Jesus? Erwarten wir die Lösung irdischer Sorgen und Gottes Eingriff in die weltlichen Probleme? Oder streben wir nach göttlichem Frieden und Erlösung von Sünde, das Doppelgebot der Liebe zu erfüllen, dem Heiligen Geist im Leben Raum zu geben und dem Wesen Jesu immer ähnlicher zu werden? Mit diesem Bestreben erwarte den Gläubigen die Perspektive af eine ewige Zukunft und Gemeinschaft mit Jesus im göttlichen Frieden.
Diesen Gedanken griff in seinem Predigtbeitrag ein Priester auf. Wie schön sei es doch, wenn auch in einem Ehebund Frieden untereinander herrsche, zu welchem noch der Friede von Jesu „on top“ dazu käme.
In seiner Ansprache vor dem Trausegen gab Jörg Fritz dem Brautpaar einen Auszug aus dem Bibelwort aus Esra 8, 22 mit auf den weiteren gemeinsamen Lebensweg: „Die Hand unseres Gottes ist zum Besten über allen, die ihn suchen“. Der Gemeindevorsteher ermunterte das Paar, diese aktive Suche nach dem Willen Gottes niemals aufzugeben, um Gott in das gemeinsame Leben zu integrieren.
Die Freude über ihren Ehebund teilte das Brautpaar im Anschluss an den Gottesdienst bei einem Umtrunk. Dabei nahmen sie viele herzliche Glückwünsche von ihren Gästen und den Gottesdienstteilnehmern entgegen.
snw/swa