Am Sonntag, 28.04.2024 feierten die versammelten Gottesdienstteilnehmer in der Kirche in Nattheim die Goldene Hochzeit eines Nattheimer Ehepaars. Für das Jubelpaar war der Schwerpunkt des Gottesdienstes der Empfang des Segens zu Ihrem Ehebund.
Gemeindevorsteher Bodo Scherwat wies bereits im Gebet darauf hin, dass es sich bei diesem Segen nicht um eine Erneuerung handele, sondern um einen zusätzlichen Segen.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Markus 7, 37: „Er hat alles wohl gemacht“. Aus Liebe zu jedem Menschen habe Jesu sein Opfer gebracht. Er kenne jedes Individuum und sei für jede Seele gestorben – in der Liebe und im Frieden – so die Ausführungen des Gemeindevorstehers.
Im vorangegangenen Gespräch mit dem Jubelpaar habe Scherwat erfahren, dass im Leben der beiden wenige Tiefen sondern viele Höhen erlebt werden durften. Das sei nicht bei jedem so der Fall. Jesus kenne jeden einzelnen, nehme an unserem Leben teil und sei einfach immer da. Scherwat erinnerte an das Doppelgebot der Liebe. Wir hätten außerdem die Aufgabe, Jesu nachzufolgen und nach dem Evangelium zu leben. Gott gebe seine Gnade dazu, wenn wir uns ernsthaft bemühen würden nachzufolgen und an Gott zu glauben. Es sei uns dabei möglich, Gottes Gegenwart zu spüren. Feste würden gefeiert, wenn man auf einer „Höhe“ sei – so Scherwat. Wichtig sei es die Höhen und Freuden zu erkennen und beim Gang durch Tiefen den Blick nach „oben“ zu halten und auf Gottes Heil zu trauen.
Priester Arndt Eberhardt und ein Diakon der Gemeinde ergänzten noch jeweils mit einem Predigtbeitrag.
In der Ansprache an das Goldene Hochzeitspaar erzählte Priester Scherwat aus persönlichen Erinnerungen mit denen er das Jubelpaar als präsente, stets aktive Gemeindemitglieder beschrieb. Verschiedene Dienste hätten sie über lange Zeiträume verlässlich ausgeführt. Dies sei nur möglich gewesen, indem jeder dem anderen die dazu notwendigen Freiräume zugestanden hätte. Dazu befähigt habe sie die gegenseitige Liebe und Wertschätzung. In gleicher Weise liebte Jesu die Seinen, vorbehaltlos und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Vor der Spendung des Segens zur Goldenen Hochzeit erklärte Scherwat, er habe in der Vorbereitung etliche Bibelworte für das Jubelpaar gelesen und in seinen Gedanken bewegt. Jedoch habe er sich dafür entschieden, ihnen das Bibelwort dieses Gottesdienstes besonders ins Herz zu schreiben. Denn in dem Satz „Er hat alles wohl gemacht“ erkenne man die bisherige Zuwendung Gottes im Leben des Jubelpaares wie auch für die gemeinsame Zukunft im Reich Gottes.
Der Chor beschloss mit Klavierbegleitung den Gottesdienst mit dem freudigen Lied: „Singt ein Lied von Gott“.
Danach waren alle Gottesdienstteilnehmer eingeladen, bei kleinen Köstlichkeiten und Getränken auf das Goldene Paar anzustoßen. So verweilten viele noch ein paar Augenblicke und schauten sich die vielen liebevoll präsentierten Bilder aus dem Leben des Jubelpaares an und ließen die Vergangenheit Revue passieren.
swa